Herman van Veen Schule

Mönchengladbach-Wickrath

 

Die Förderschule Hardt der Stadt Mönchengladbach mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung trägt seit dem 1.8.2014 den Namen „Herman van Veen-Schule“.

In einem intensiven Suchprozess hat sich die Schule für diesen Namen entschieden, da ihr ästhetisches Profil und der wertschätzende, unterstützende Blick auf jeden einzelnen Schüler und jede einzelne Schülerin Resonanz in der Person Herman van Veen gefunden hat. Als an Herman van Veen von der Schulleitung die Bitte herangetragen wurde, Namensgeber zu sein, sagte er spontan und sehr stolz zu, da er sich seit Jahrzehnten für Benachteiligte und insbesondere für benachteiligte Kinder und Jugendliche weltweit engagiert. Als bescheiden wie wir den Namenspatron kennen, ist die Schule nach seinen Worten nach seinem Großvater benannt, der gleichen Namens ist.

Die Schule, die im Jahre 2015 in ein speziell für ihre Bedürfnisse umgebautes und in Teilen neuerbautes Gebäude im Stadtteil Wickrath umgezogen ist und dessen Eingangsbereich von Auszubildenden unseres Botschafter Ulrich Dierkes ge staltet wurde, wird zur Zeit von rund 100 Schülern und Schülerinnen im Alter von 6 bis max. 25 Jahren besucht, d. h. sie deckt das gesamte Spektrum von Primar- bis Berufsvorbereitung ab. Die Schülerinnen und Schüler haben einen sehr individuellen unterschiedlichen Unterstützungsbedarf, ausgehend von einer geistigen Behinderung. Sie kommen einerseits als Schulneulinge, andererseits aus unterschiedlichen Schulformen im Laufe ihrer Schulzeit in die Förderschule. „Alle Schülerinnen und Schüler sind verschieden und das ist gut so“, ist eine wichtige Grundlage des pädagogischen Selbstverständnisses der Schule. Auf dieser Grundlage werden individuelle Kompetenzprofile und individuelle Lernwege mit den Schülerinnen und Schülern entwickelt bis hin zur eigenen Berufswegeplanung, für die die Schule im Jahre 2012 das Berufswahl-Siegel „Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung“ erhalten hat. Die Auseinandersetzung mit den eigenen Kompetenzen sowie die Anerkennung der eigenen Einschränkungen durch die Behinderung sind dabei mit den Schülerinnen und Schülern wie mit deren Erziehungsberechtigen wichtige Gesprächsbausteine. Bei Bedarf werden weitere Netzwerkpartner mit einbezogen.

Die Schülerinnen und Schüler werden von rund 30 Sonderpädagoginnen/Sonderpädagogen sowie Fachlehrern und Fachlehrerinnen unterrichtet. Unterstützt werden sie von Bundesfreiwilligendienstlern und individuellen Schulbegleitungen.

Fördern durch Fordern in einem weiten Bildungsbereich von lebenspraktischen Inhalten, ästhetischen Schwerpunktsetzungen und klassischen Bildungsinhalten prägt das bunte Schulleben der „Herman van Veen-Schule“, die diesen Namen voller Stolz trägt.

Ziele und Programm der Schule decken sich weitgehend mit den Zielen der Stiftung. Es ist uns daher ein besonderes Anliegen bei der Beschaffung von Lernmitteln und der Gestaltung der Schule mitzuwirken, wenn der Schulträger keine Möglichkeit der Finanzierung sieht.

 

MÖNCHENGLADBACH: Seit einiger Zeit unterstützt unser Botschafter Ulrich Dierkes die Ziele der Stiftung.
Auch seine Auszubildenden bindet er in dieses soziale Engagement mit ein. Ziel ist es zum einen, die Projekte der Herman van Veen-Stiftung zu unterstützen, gleichzeitig die praktischen Fähigkeiten der Auszubildenden zu verbessern und ein Bewusstsein für gesellschaftliche Verantwortung zu schaffen.
So nutzte er gerne die Möglichkeit bei der Sanierung der Herman van Veen-Schule in Mönchengladbach ein Ausbildungsprojekte zu realisieren. Hierbei gestalteten, planten und realisierten die Auszubildenden Thomas Dlugosch (MIT – Malerarbeiten im Trend Dierkes GmbH) und Jan Fränklin (Ulrich Dierkes GmbH) in Eigenregie aber unter fachlicher Leitung in den Eingangsbereich der Herman van Veen-Schule. In vier Tagen wurde hier eine Kreativtechnik realisiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Durch Projekte dieser Art ist sichergestellt, dass ein kontinuierlicher Weiterentwicklungsprozess der Azubis stattfindet. Sie lernen von Beginn an, alle Arbeitsabläufe zu planen und die jeweiligen Prozesse wirtschaftlich zu gestalten.
Der Vorstand dankt Herrn Dierkes für sein Engagement und seinen Auszubildenden für die Umsetzung der Idee.

Wo Ferien die Ausnahme sind
 

Im August 2012 erreichte uns der Hilferuf einer alleinerziehenden Mutter von zwei autistischen Kindern. Neben ihrer täglichen Arbeit kümmert sie sich aufopferungsvoll um die beiden zehn und zwölf Jahre alten Söhne. Doch irgendwann war der Akku leer und eine dringend notwendige Erholung erforderlich.

Der Sotavento Beach Club übernahm die Kosten ihres Aufenthaltes vor Ort in der Ferienanlage auf Fuerteventura und stellte eine behindertengerechte Wohnungen zur Verfügung. Die Stiftung trug die Reisekosten. Nach ihrer Rückkehr erhielten wir von den Kindern die nachstehenden Zeilen:

„Hallo, wir sind Alexander und Thomas. Das war der schönste Urlaub, den wir je hatten. Das Hotel was super schön. Tom hat alles gegessen ich konnte nur Nutellabrote und Pommes essen und das Eis, das war sehr gut, auch die ganze Limo. Im Pool hatten wir sehr viel Spaß. Am Strand waren wir auch und spazieren. Die Sonne war so schön. Thomas und ich wären gerne länger geblieben. Das Flugzeug hat auch ganz viel Spaß gemacht, nur Thomas hatte was Angst, als es losging. Ich fand es wie im Karussell. Total schön“. Es versteht sich, dass auch die Mutter der beiden gut erholt zurückkehrte.

Hilfe für Zainab

Diesem Wunsch nach einer Kostenbeteiligung an der Anfertigung aufwändiger Prothesen konnte sich der Vorstand der Stiftung nicht verschließen, als ihn Ende 2014 die Bitte des „Förderverein Zahnärzte und Patienten helfen Kindern in Not e.V.“ erreichte. Das zum Antragszeitpunkt vierzehn Jahre alte Mädchen Zainab erlitt im Alter von acht Jahren in ihrer Heimat Pakistan durch einen Unfall mit einer Hochspannungsleitung Verbrennungen 4. Grades. Als Folge mussten alle Extremitäten amputiert werden. Die Beine unterhalb der Schenkel, die Arme in Schulterhöhe. Ein am Department of Plastic Surgery, Lahore, tätiger Arzt bat um Hilfe, da eine Versorgung der Arme in Pakistan nicht möglich war.

 

Gefunden wurde ein Unternehmen, mit Sitz in Traunstein, das sich bereiterklärte, die Spezialanfertigungen der Prothesen vorzunehmen. Dank unserer Spende und der Hilfe weiterer Spender, u. a. auch aus unserem Botschafterkreis, konnten schließlich beide Beinprothesen, eine Armprothese und ein Anziehbaum gefertigt und in Deutschland angepasst werden. Nach Klärung aller Fragen begann die Anpassung im August 2015, begleitet von zwei in Kiel lebenden Schwestern aus Pakistan, die in der Anpassungsphase von sechs Wochen, jeden Tag acht Stunden im Wechsel, wertvolle Dolmetscheraufgaben übernahmen.
Heute wird Zainab in Pakistan weiterbetreut.

 

Reiten als Therapie

Bereits seit mehreren Jahren unterstützt die Stiftung das von den Krankenkassen nicht bezahlte therapeutische Reiten für schwer kranke oder behinderte Kinder im Amistad Zentrum Straelen.

Gefördert wird insbesondere eine pferdegestützte Intensivtherapie, in die gesunde Geschwisterkinder eingebunden werden. Gesunde und kranke Kinder bilden ein Team, das gemeinsam die Verantwortung für das jeweilige Therapiepferd übernimmt und auch die Übungsstunden gemeinsam gestaltet. Für die Therapie stehen acht ausgebildete Pferde und spezialisierte Fachkräfte für die Betreuung bereit. Wöchentlich werden rund 70 Patienten mit unterschiedlichsten Störungen und Handicaps therapiert. Verbesserung von Gleichgewicht, Gangbild, Muskeltonus, eine Verbesserung der psychischen Verfassung und damit verbunden eine Anhebung der Lebensqualität, sind die angestrebten Ziele.

TAMBACH-DIETHARZ, 07.04.2014: Die erste Rollstuhl-Schaukel im Landkreis Gotha wurde im Kinder- und Jugendhospiz  Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz montiert. Dort wird gerade der Abenteuerspielplatz gebaut. Mehr als sechs Stunden lang wurde ausgemessen, austariert, geschraubt und montiert. Für die Detmolder Herstellerfirma war das eine Premiere, denn das Spielgerät, von einem Rollstuhlfahrer für Rollstuhlfahrer entwickelt, wurde zum ersten Mal überhaupt aufgebaut. Dank einer Spende der Herman van Veen Stiftung konnte das Projekt realisiert werden. Die Rollstuhlschaukel ist individuell an die Bedürfnisse von Menschen im Rollstuhl angepasst und kann völlig eigenständig und ohne Hilfestellung genutzt werden. "Jetzt können alle gemeinsam spielen. Ob unsere kranken Gastkinder oder auch deren gesunde Geschwister, jeder kann immer dabei sein und das ist wichtig. Wir freuen uns auf viele tolle Momente und lachende Kinderaugen auf unserem Abenteuerspielplatz", sagt Marion Werner, Hausleiterin des Kinder- und Jugendhospiz.

Ferienspaß in der Manege

Am 21. September 2013 übergaben der Vorsitzende der Herman van Veen-Stiftung, Hans-Werner Neske und seine Stellvertreterin, Heide Ecker-Rosendahl, begleitet von der Stiftungsbotschafterin Steffi Nerius, Sportlerin des Jahres 2009 der Initiative Integratives Leben e.V., Sonsbeck, ein farbenfrohes Zirkuszelt, das in der Betreuung von Menschen mit Behinderungen eingesetzt wird.

 

Neukirchener
Erziehungsverein –
Fußballkäfig

1845 von Pfarrer Andreas Bräm in Neukirchen-Vluyn gegründet, zählt der Neukirchener Erziehungsverein heute zu den größten deutschen Kinder- und Jugendhilfeträgern. In zehn Bundesländern betreut er zusammen mit der Tochtergesellschaft Paul-Gerhardt-Werk mehr als 2.500 junge Menschen – in stationären Einrichtungen, in Schulen und mit ambulanten Hilfsangeboten. In der Neukirchner Sonneck-Schule Hauptschulbereich Jungen werden Schüler der Sekundarstufe 1 mit den Förderschwerpunkten „Emotionale und soziale Entwicklung“ und - bei Bedarf – mit dem erweiterten Förderschwerpunkt „Lernen“ gefördert. Zielgruppe dieser Schule sind zum einen Kinder und Jugendliche, die in ihrem Lern- und Sozialverhalten einen so hochgradigen Behandlungs- und Betreuungsbedarf haben, dass nur in einer Kleinstlerngruppe mit additiver heilpädagogischer Intervention Verhaltensänderungen und Lernzuwachs erreicht werden, zum anderen Jugendliche mit Schulbarrieren und Versagensängsten, die zur dauerhaften Schulverweigerung geführt haben.

In beiden Gruppen finden sich Kinder, die sich nur kurze Zeit auf den Unterricht konzentrieren können und dann ein Ventil brauchen, ihre Energie und ihren Bewegungsdrang abzubauen. Mit Hilfe unserer Stiftung in Kooperation mit der Murtfeldt GmbH und der Aktion Kinderlachen, konnte ein geschlossener Fußballkäfig errichtet werden, in dem die Kinder nach Herzenslust „bolzen“ können, ohne dass der Ball das Spielfeld verlässt. Nach kurzer Zeit sind sie dann wieder in der Lage, dem Unterricht zu folgen.

 

Segeln für Behinderte

Im Jahr 2006 übernahm die Stiftung die Renovierung und den behindertengerechten Umbau eines Segelbootes der integrativen Maria Montessori Gesamtschule Krefeld.

Es bietet unterschiedlichst körperbehinderten Schülern - bis hin zu Rollstuhlfahrern - die Möglichkeit, ihren Segelschein zu erwerben oder auch nur eine Bootsfahrt zu machen.

Diese neuen, besonderen erlebnispädagogischen Erfahrungen sind eminent wichtig für die Lebensqualität und das Selbstbewußtsein der Körperbehinderten.

Die „Kwak“, ein Segelboot, das bislang von der Bischöflichen Montessori Schule genutzt wurde, hat einen neuen Liegeplatz gefunden. Am Zülpicher See können jetzt Mitglieder des Wassersportvereins „Segeln für Behinderte e.V.“ ihrem Hobby nachgehen. Auf dem behindertengerecht umgebauten Boot können neue Lebenserfahrungen gesammelt und das Selbstwertgefühl gestärkt werden. Etwas in die Jahre gekommen, musste das Boot überholt und mit neuen Segeln versehen werden. In lobenswerter Eigenleistung und einer Unterstützung der Stiftung ist es nun wieder flott. Daher war es für Heide Ecker-Rosendahl und Hans-Werner Neske eine Herzensangelegenheit, das Boot an die neuen Eigner persönlich zu übergeben.

Tanz- und Theaterfestival Rampenlichter, München

Mit fast 800 Kindern und Jugendlichen in 50 inklusiven Tanz- und Theaterworkshops, die von Kulturpädagogen und Künstlern geleitet werden, haben Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen und Schularten, Kinder mit körperlichem oder geistigem Handicap die Möglichkeit, gemeinsam künstlerisch tätig zu werden. Dieser integrative Ansatz wurde zum Anlass genommen, einen Förderbeitrag in den Jahren 2014 und 2015 zu leisten.

 

Syltklinik, Wenningstedt

Sylt ist nicht nur Sansibar, sondern eine Insel, die reichlich Ruhe und Erholung bietet. Das gilt insbesondere für die Syltklinik. Sie hat den Anspruch und das Ziel, an Krebs erkrankte Kinder zu rehabilitieren und die physische, psychische und soziale Stabilisierung der Gesamtfamilie zu erreichen, um der Abhängigkeit des betroffenen Kindes Rechnung zu tragen, das Selbsthilfepotential zu stärken sowie Spätfolgen weitgehend zu vermeiden.

Mit unserer Hilfe und der Unterstützung der Aktion Kindertraum, der Aktion Kinderlachen und der Murtfeldt GmbH gelang es, im Laufe der letzten Jahre  mehrere neue Gruppenräume auszustatten, für die psychosoziale Betreuung von Klein- und Kleinstkindern Lernwände und Klangwagen zu beschaffen und neue Therapie- und Fitnessgeräte zu installieren. Um den Außenbereich unfallsicherer und damit attraktiver zu gestalten und sowie bei der Förderung des therapeutischen Reitens  unterstützte uns die Aktion Kindertraum in erheblichem Maße.

Herzlichen Dank auch dafür!

Straßenkinderhilfe
Kaibigan, Manila

Die Unterstützung der Ärmsten der Armen in der Hauptstadt der Philippinen, Manila, hat sich die Stiftung Kaibigan unter ihrem Vorsitzenden, dem Bocholter Pädagogen Josef Schwarz, zum Ziel gesetzt.

In Cebu-City ist Pater Heinz Kulüke für die Menschen da, die am Rande der Gesellschaft leben. Hierzu zählen die Straßenkinder, die Mädchen, die Abend für Abend ihren Körper verkaufen, die Menschen, die auf den Müllhalden leben und die vergessenen alten Menschen auf den Gehwegen von Cebu-City. Kaibigan unterstützt die Sozialarbeit von Pater Heinz.

Dieses Engagement von Kaibigan begleitet unsere Stiftung seit vielen Jahren. Der Chor »Mistrels of hope« begleitete bereits in 2009 ein Konzert von Herman van Veen und hatte 2015 Gelegenheit, sein Können bei einem Auftritt auf dem Landgoed de Paltz zu beweisen.

Auch in Zukunft wird es noch Gelegenheit geben, den Chor in Deutschland zu hören.

 

 

      Herman und Edith inmitten des »Mistrels of hope« Chores aus Manila (Stiftung Kaibigan)

 

Mit den Delphinen schwimmen

Die körperlich und geistig schwerstbehinderten Zwillinge Yannick und Jana Geerißen kamen als Frühchen nach 26 Wochen mit weniger als 900 Gramm auf die Welt. In eine Delphin-Therapie setzten Eltern, Ärzte und Therapeuten große Hoffnung auf eine sukzessive und nachhaltige Verbesserung des Gesundheitszustandes. Unsere Stiftung ist stolz und froh, den Schlussstein einer großen externen Spendenaktion gesetzt zu haben.

 

Kinderhospiz
Regenbogenland

ist eine Einrichtung in Düsseldorf, die Kinder, die schwer erkrankt sind und deren Lebenszeit begrenzt ist, betreut. Das Motto der täglichen Arbeit nach Cicely Saunders ist :

„Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben“. Träger des Hospizes ist der Förderverein Kinder- und Jugendhospiz Düsseldorf e.V., der auch den wesentlichen Anteil der Kosten trägt. Mit einer zweckgebundenen Spende aus dem Gesamterlös des BMW Golf Cup International im Golfclub Hösel konnten wir einen Beitrag zur Sicherstellung der Hospizarbeit leisten.

 

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© Herman van Veen-Stiftung